Privatdetektiv

Der Privatdetektiv

Ob Sherlock Holmes, Philip Marlowe oder Hercule Poirot: Unsere Vorstellung von Privatdetektiven ist stark von Darstellungen in Literatur und Film geprägt. Geniale Kombinatorik, Schlägereien, Verfolgungsjagden, so stellt sich manch einer das wilde Leben privater Ermittler vor. Obgleich natürlich viele ahnen, dass das nicht unbedingt der reale Alltag in einer Detektei ist. Wie aber sieht es in Wirklichkeit aus? Welche Aufträge bearbeiten private Ermittlerinnen und Ermittler, welche Fähigkeiten und Talente sind dabei besonders nützlich und wie läuft der Arbeitsalltag ab?

Typische Aufträge

Zu den häufigsten Auftraggebern privater Detekteien gehören Firmen, die ermitteln lassen möchten, ob sich Konkurrenten auf illegalem Weg Wettbewerbsvorteile verschaffen. Ob krankgeschriebene Angestellte blaumachen, wird oft ebenfalls von privaten Ermittlerinnen und Ermittlern untersucht. Nicht selten geht es bei der Beauftragung einer Detektei auch darum, Schuldnerinnen und Schuldner ausfindig zu machen. Mietnomaden, die über Nacht verschwinden und hohe Mietschulden hinterlassen, gehören zum Beispiel zu dieser Gruppe. Doch auch im privaten Bereich werden Detektivinnen und Detektive häufig eingesetzt. Zum Beispiel, um nach einem Todesfall in der Familie verschollene Verwandte zu finden, die in der Erbfolge eine Rolle spielen. Seltener sind Aufträge, bei denen es um den Nachweis von Untreue geht. Relevant ist das vor allem, wenn es im Fall einer Scheidung zu rechtlichen Auseinandersetzungen kommt. Auch wenn unterhaltspflichtige Elternteile ihr Einkommen zu niedrig angeben, kann die Beauftragung einer PrivatDetektei sinnvoll sein, um vor Gericht verwertbares Beweismaterial zusammenzustellen und höhere Alimente einzuklagen.

Der Arbeitsalltag im Einsatz

Häufig geht es bei Ermittlungsaufträgen darum, fotografisches Beweismaterial zu beschaffen, um einen Verdacht auf Fehlverhalten entweder zu erhärten oder zu zerstreuen. Nicht geringe Teile der Arbeit, die ein Privatdetektiv im operativen Einsatz erledigt, besteht daher in der Observation. Meist vom Auto, teils auch von anderen Orten aus beobachten Ermittlerinnen und Ermittler eine Zielperson oder versuchen diese durch Beobachtung einer Wohnung oder des Arbeitsplatzes überhaupt erst ausfindig zu machen. Teilweise können solche Observationen viele Stunden andauern: ein ermüdender und anstrengender Job, der wenig mit dem zu tun hat, was Detektive in Hollywoodfilmen erleben. Umso wichtiger ist es, dass die privaten Ermittlerinnen und Ermittler ein hohes Maß an Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen. Denn oft kommt es nach vielen Stunden des Wartens auf wenige Sekunden an, in denen die Zielperson sich zeigt und identifiziert werden muss. Wer dann müde und unaufmerksam ist, riskiert den entscheidenden Augenblick zum Auslösen der Kamera zu verpassen.

Auch die Kommunikation spielt bei den Ermittlungen von Privatdetektiven oft eine zentrale Rolle. Wer detektivisch tätig werden will, muss in der Lage sein, sich mit Nachbarinnen und Nachbarn, Kollegen der Zielperson oder etwa der Briefträgerin zu unterhalten. Dazu ist es oft notwendig, schnell von einem kommunikativen Register ins andere zu wechseln: Gespräche mit einer Professorin laufen schließlich anders ab als mit dem Wirt der Eckkneipe.

Ein nicht kleiner Teil der Arbeit eines Ermittlers ist zudem die Aktenarbeit. Egal ob Internetrecherche oder Einsicht in Akten aus Papier: Gerade wenn es um die Suche nach vermissten Personen geht, sind solche Untersuchungen oft von zentraler Bedeutung. Ein noch vergleichsweise junges, aber immer wichtiger werdendes Aufgabengebiet für private Ermittlerinnen ist die sogenannte IT-Forensik. Dabei geht es darum, Daten, die eigentlich bereits gelöscht wurden oder sich auf einem beschädigten Datenträger befinden, zu retten. Wer heute versucht, neu in der Branche Fuß zu fassen, sollte sich auf jeden Fall in diesem Bereich fortbilden oder von Anfang an die nötigen Kontakte zu Spezialistinnen und Spezialisten herstellen.

Legaler Rahmen

Detektive und Ermittler in Krimis sind nicht selten bewaffnet und übernehmen im Einsatz die Aufgaben der Polizei. Auch in diesem Punkt sieht die Realität in Deutschland mehr als nur ein bisschen anders aus. Abgesehen davon, dass die allermeisten Aufträge, mit denen Privatdetektivinnen und Privatdetektive betraut werden, kein übermäßiges Gefahrenpotenzial bergen, arbeiten Detekteien hierzulande selbstverständlich im Rahmen der geltenden Gesetze. Das bedeutet vor allem, dass in Gefahrensituationen oder wenn ein Kapitalverbrechen aufgedeckt wird, stets die Polizei hinzugezogen werden muss. Glücklicherweise ist das aber nur selten notwendig, denn natürlich geht es bei den meisten Aufträgen nicht um schwerwiegende Verbrechen. In diesen Fällen überwiegt vor allem der Anspruch der Auftraggeberinnen und Auftraggeber, den Auftrag so diskret wie möglich behandelt zu wissen. Das gilt sowohl für die Ausführung selbst, bei der die Ermittlerinnen und Ermittler sich nicht erwischen lassen dürfen, als auch für die langfristige Geheimhaltung. Obgleich das Detektivgewerbe anders als andere Branchen in dieser Hinsicht nicht gesetzlich reguliert ist, wird Stillschweigen normalerweise vertraglich vereinbart. Als Auftraggeberin oder Auftraggeber sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die entsprechenden Vertragsbestandteile wasserdicht sind.

Welche Fähigkeiten brauchen Detektive heute?

Welche Talente und Skills müssen angehende Detektivinnen und Detektive also mitbringen, um erfolgreich in die Welt der privaten Ermittlungen einzusteigen? Vor allem sind zunächst Intelligenz und eine gewisse Allgemeinbildung gefragt. Das zumindest haben reale Privatermittlerinnen und -ermittler mit ihren Vorbildern aus Film und Literatur gemein. Dabei geht es nicht nur um Logik und Kombinatorik à la Sherlock Holmes, sondern vor allem auch um die mit Bildung einhergehende Kommunikationsfähigkeit. Mit unterschiedlichsten Menschen schnell ins Gespräch zu kommen ist oft eine der wichtigsten Methoden, Informationen zusammenzutragen.

Mindestens genauso bedeutend ist es aber, Geduld, Ausdauer und ganz buchstäblich Sitzfleisch mitzubringen. Denn Zielpersonen vom Auto aus zu observieren ist, so gemütlich es zunächst klingt, echte Knochenarbeit. Nicht nur, dass das lange Warten an den Nerven zehrt, auch der Körper wird davon in Mitleidenschaft gezogen. Vor allem der Rücken schmerzt vielen Privatdetektiven nach stundenlanger Beobachtung. Zudem ist grundsätzliche Diskretion eine wichtige Eigenschaft für Privatdetektivinnen und Privatdetektive. Wer im Privatleben oft und gerne plaudert, riskiert allzu leicht auch einmal Details eines Auftrags zu verraten. Wenn Sie sich für eine Laufbahn als Ermittlerin oder Ermittler interessieren, sollten Sie gerade das von Anfang an berücksichtigen.

Als Privatdetektiv arbeiten?

Haben diese Darstellungen des Arbeitsalltags privater Ermittlerinnen und Ermittler Sie nicht gänzlich ernüchtert oder vielleicht sogar neugierig auf mehr gemacht? Wenn Sie sich dafür interessieren, als private Ermittlerin oder privater Ermittler zu arbeiten, freuen wir uns, Sie kennenzulernen. Auch wenn wir nicht permanent auf der Suche nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind, lesen wir Ihre Initiativbewerbungen mit großem Interesse. Im Bereich der Ladendiebstahlsprävention ("Ladendetektive") bieten wir unsere Services ebenfalls an. Für Interessierte kann das eine spannende Option sein, in den Ermittlungsbereich einzusteigen und grundlegende Fähigkeiten zu erwerben, die auch bei der selbstständigen Ermittlung wichtig sind.

Als breit aufgestelltes Sicherheitsunternehmen aus Schwerte richtet sich BDSS mit den eigenen Detektei-Dienstleistungen vor allem an Kundinnen und Kunden aus dem Großraum Dortmund und im nördlichen Ruhrgebiet. Selbstverständlich stehen wir aber auch im übrigen Deutschland und darüber hinaus zu Ihrer Verfügung. Haben Sie weitere Fragen zu uns und unserenErmittlungs- und Sicherheitsdienstleistungen ? Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und Ihnen uns und unsere Angebote im Detail vorstellen zu dürfen.